Qualität und Qualitätssicherung sind für uns keine neue Themen. Gesichert werden die hohen Qualitätsstandards unter anderem durch die qualifizierte Ausbildung, durch regelmäßige Fortbildung und freiwillige Weiterbildung. QMS in der Apotheke stellt spezielle Anforderungen. Warum? Hier stehen der Mensch und seine Gesundheit im Mittelpunkt!
Woher kommt und was will QMS? Mit der Entwicklung spezieller Qualitätsnormen wurde in den 70er Jahren durch die "International Organization of Standardization" (ISO) begonnen. Angeregt durch Ingenieurwissenschaften entwickelte sich in den 80er Jahren eine qualitätssichernde Disziplin, die heute als Qualitätswissenschaft bezeichnet wird. Qualitätsnormen der ISO wurden 1987 durch das Deutsche Institut für Normung (DIN) inhaltsgleich akzeptiert.
In einem Handbuch haben wir in der Apotheke die verschiedenen Arbeitsanweisungen erarbeitet, sogenannte Prozesse. Der externe sogenannte "Audit" stellt fest, ob unser QMS in der Praxis umgesetzt wird. Das Handbuch ist Voraussetzung für die Zertifizierung durch die Apothekerkammer.
Die allgemeingültigen Forderungen der DIN-ISO 9001:2008 reichten der Apothekerkammer Westfalen-Lippe allerdings für die Vergabe des Zertifikats nicht aus, denn sie gehen nicht auf die Besonderheiten in der Apotheke ein. Hier stehen der Mensch und seine Gesundheit im Zentrum! Kernaspekt des westfälisch-lippischen Konzeptes ist deswegen ein Qualitätsmanagement für den pharmazeutischen Kernbereich - nicht nur das organisatorische Handling im Apothekenalltag.
Pharmazeutische Kernbereiche sind:
Herstellung, Prüfung und Abgabe von Arzneimitteln sowie die pharmazeutische Beratung und Kundeninformation zu apothekenspezifischen Dienstleistungen und Hilfsmitteln. QMS bedeutet die bewusste Entscheidung zu einer freiwilligen Selbstüberprüfung der Qualität. Die externe Nachprüfung dieser durch ein selbst erstelltes Qualitätsmanagement-Handbuch, die Teilnahme an Qualitätszirkeln, regelmäßige Fortbildung und die Rezertifizierung nach 3 Jahren sind für uns Bausteine der Qualitätssicherung.

